1975-1991 · DIE GESCHICHTE VON HASLACH
Einen gravierenden Einschnitt in das politische Gefüge und in das Selbstbestimmungsrecht von Haslach brachte die Gemeindereform in den siebziger Jahren mit sich. Nach heftigem Widerstand, der unter Ausnutzung aller rechtlicher Möglichkeiten geleistet wurde, erfolgte am 1.1.1975 die Eingemeindung als Teilort in die Gesamtgemeinde Rot a.d. Rot. Es bedurfte der Anstrengungen aller beteiligter Gremien und Gruppierungen über viele Jahre, bis diese politische Zwangsmaßnahme Früchte zeigte und zu einem Integritätsdenken und -handeln zum Wohle aller Betroffenen in der heutigen Form führte.
In den achtziger Jahren ereigneten sich einige verheerende Brände: Am 2. Juni 1982 entfachte ein Blitzschlag das Feuer auf dem Hof der Familie Geißler in Obermittelried. Der Stall des Anwesens brannte völlig nieder. Fast genau ein Jahr später, am 24. Juni 1983 wurde, wiederum nach einem Gewitter, das Wirtschaftsgebäude des Ammannstonihofes (Sonntag) ein Raub der Flammen.
In den folgenden Jahren beeinflußten einige Bauvorhaben die weitere Entwicklung der Infrastruktur in Haslach entscheidend. So errichtete die Gemeinde Rot a.d. Rot bei Zell eine Kläranlage, an die auch die Haushaltungen von Haslach angeschlossen wurden. Verbunden damit war der Bau des Zuleitungssammlers und die erforderliche Kanalisierung. Die meisten Haslacher werden sich noch an den katastrophalen Zustand der Ortsdurchfahrt und an die mit Schlaglöchern übersäten Nebenstraßen erinnern. Nachdem die Rohre für die Kanalisation eingebettet waren, wurden Gehsteige gebaut, und die Straßen erhielten einen neuen Belag.
Am 18. März 1988 starb Ortspfarrer Josef Heiß, der seit 1960 in Haslach gewirkt hatte. An seine Stelle trat Pfarrer Alfred Jäger, der durch sein offenes Wesen die Haslacher bald für sich gewinnen konnte und die anstehende Umgestaltung und Neuorientierung einleitete.
1989 wurde das Schwesternhaus grundlegend saniert und dabei auch das Fachwerk farblich herausgehoben. 1990 folgte die umfassende Renovierung des ehemaligen Pfarrhauses, welches mit dem Schwesternhaus und der Kirche eine Einheit bildet, die das Dorfbild prägt.
Die Fortsetzung und wohl auch den Höhepunkt dieser baulichen Maßnahmen stellt die grundlegende Erneuerung und Umgestaltung unserer Kirche im Jahre 1990/91 dar: Der Chorraum wurde umgestaltet, ein neuer Zelebrationsaltar und ein Ambo wurden in Auftrag gegeben und die Kommunionbank entfernt. Eine besondere Bereicherung fand der Chorraum durch das Bild über dem Hochaltar, eine Aufnahme Mariens in den Himmel von Andreas Brugger (1776). Glocken und Uhr wurden überholt, die Reiser-Orgel gründlich instand gesetzt, zwei spiegelbildliche Bauten mit Oberlichtkuppel angefügt, eine neue Heizung und eine Alarmanlage eingebaut und der Vorplatz um die Kirche neu gestaltet. Die feierliche Weihe des neuen Zelebrationsaltars erfolgte am 27. Oktober 1991 durch Weihbischof B. Rieger.
HASLACH
ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag 10.00 - 12.00 Uhr
Mittwoch 15.30 – 18.30 Uhr
Freitag 09.00 – 12.00 Uhr